Hier Teil fünf meiner Serie über Annahmen, die sich im Laufe der Zeit in der DAM-Community entwickelt haben und die wir noch einmal unter die Lupe nehmen sollten.

Heute möchte ich mich auf die Zunahme der Häufigkeit und Bedeutung von Videos für das DAM konzentrieren.

Bilder waren in der Vergangenheit der wichtigste Inhaltstyp im DAM. Wie viele DAM-Demos haben Sie schon gesehen, bei denen ein großes Gitter mit zahlreichen Bildern gezeigt wurde? Einige DAM-Anbieter haben sich sogar nach Synonymen für das Wort "Bild" benannt (ich überlasse es jetzt Ihrer Fantasie, an wen genau ich gerade denke). Ich glaube, dass wir schon so lange Gitter mit Bildern anstarren, dass sie für uns ein Synonym für DAM geworden sind. Doch das wird sich schon bald ändern!

Videos sind ganz klar die Zukunft unserer Inhalte. Das ist inzwischen so deutlich, dass Mark Zuckerberg seine Facebook-Investoren in diesem Jahr aufrüttelte: "Für mich sind Videos ein Megatrend, sie stehen auf einer Ebene mit mobilen Plattformen." Denken Sie einmal kurz an Ihr Leben vor dem Smartphones zurück: Sie werden merken, was für eine Revolution Videos auslösen könnten.

Aber wohin geht die Reise der Videos? Die meisten Unternehmen, mit denen wir uns unterhalten, meinen: nicht ins DAM-System. Eine der führenden Marken, die ich in einem meiner anderen Beiträge dieser Blog-Serie erwähnt hatte, äußerte sich mir gegenüber wie folgt: "Mit DAM verwalten wir Kampagnenbilder und -archive, bei Videoinhalten haben wir da allerdings einen großen Vorbehalt. Wir haben Angst davor, dass es schief gehen könnte." Auch viele andere haben sich uns gegenüber ähnlich geäußert.

Die Aufmerksamkeit der Konsumenten - und somit die Ausgaben für Marketing und Werbung - richten sich jedoch zunehmend auf Videos, sodass DAM-Systeme und deren Verfechter wohl bald Geschichte sind.

Das sollte Ihnen nicht passieren!

Stattdessen erleben wir, wie für DAM-Systeme viele neue, erweiterte Funktionen entwickelt werden, die sich im Laufe des kommenden Jahres noch vervielfachen werden. Das bedeutet nicht, dass MAM-Systeme gar nicht mehr eingesetzt werden - Sender und ihresgleichen sind viel zu sehr von einzigartigen Arbeitsabläufen, Geräteintegrationen, Codecs usw. abhängig, als dass ein so radikaler Umstieg wahrscheinlich wäre. Aus unternehmerischer Sicht müssen DAM-Systeme, die diese Bezeichnung auch verdienen, in Zukunft jedoch auch typische Videoformate, Arbeitsabläufe und Integrationspunkte verarbeiten können, um zur Triebkraft für Videomarketing und Entwicklung von Werbestrategien, für Veröffentlichung und Leistungsmessung werden zu können.

Es gibt natürlich neben Bildern und Videos noch unzählige weitere Inhaltstypen: Indesign-Dateien, GIFs und vielen anderen habe ich ja noch nicht mal erwähnt. Um diese Dateitypen werde ich mich in einem meiner nächsten Beiträge kümmern.

In Teil 6 meiner Serie spreche ich über die sich wandelnde Rolle des DAM. Ein Tipp: Es lebt! Es lebt! Bleiben Sie dran.

Wenn Ihnen diese Beitragsserie gefällt, können Sie sich gerne mit uns auf der kommende Woche stattfindenden Konferenz DAM LA 2017 über DAM-Trends unterhalten und darüber austauschen, wie Sie darauf reagieren können. Ich werde meine Ideen zu diesem Thema im Rahmen einer Hauptrede am ersten Tag der Konferenz genauer ausführen und auch am zweiten Tag in einer Podiumsdiskussion unter Anbietern anbringen. Ich würde mich freuen, Sie dort persönlich zu treffen.

  • In Teil 4 erklärte ich, warum es so wichtig ist, kurzlebige Inhalte in DAM-Systemen zu speichern, um sie in Zukunft wiederverwenden und neu kombinieren zu können.