Jemand hat einmal gesagt, dass das einzig Konstante am Leben ist, dass es sich konstant ändert - und ich finde, dass das auch auf unsere Geschäftswelt zutrifft. Technologien wie künstliche Intelligenz, Clouds und Mobilgeräte haben die Art und Weise, wie wir alle arbeiten, revolutioniert und uns neue Hilfsmittel und Verfahren an die Hand gegeben, die die Menschen heute zur Erfüllung ihrer Aufgaben verwenden.

Viele Organisationen sind jedoch nach wie vor nicht dazu in der Lage, neue und innovative Funktionen und Vorteile zu nutzen, die moderne Technologien bieten. Weshalb? Weil die Vergangenheit sie in die Knie zwingt: Veraltete Anwendungen, die wichtige Vorteile bieten, jedoch oft umständlich in der Nutzung sind und von denen nicht sehr einfach umgestellt werden kann, nehmen diesen Firmen ihre Agilität.

Was sollte eine Organisation also tun, um den Wert ihrer Investitionen in veraltete Systeme weiterhin maximal ausnutzen zu können, ohne jedoch gleichzeitig auf innovative und moderne Informationsmanagementlösungen verzichten zu müssen? Nun, um es in den weisen Worten Mutter Teresas auszudrücken: “Gestern ist vorbei. Und morgen ist noch nicht gekommen. Wir müssen also jeden Tag so leben, als wäre es unser letzter. Lasst uns beginnen.”

Wozu eine Brücke?

Das sich ändernde Informationsmanagement

Eine der mit am häufigsten gestellten Fragen lautet: “Warum kann ich mein altes System nicht einfach durch ein neues ersetzen?” Stellen Sie diese Frage einem Benutzer und er wird sich darüber beschweren, dass man dann den Umgang mit einem neuen System erlernen müsse, das alte doch funktioniere und so weiter … Stellen Sie diese Frage der IT-Abteilung und sie wird Ihnen erklären, dass es eine wahre Herausforderung ist sicherzustellen, dass das neue System alle erforderlichen Funktionen aufweist, dass es schwierig ist, veraltete Systeme durch Migrationen zu neuen Lösungen zu modernisieren ohne dabei negativen Einfluss auf Geschäftsabläufe zu nehmen, und dass das Verfahren allgemein ein risikoreiches ist.

Die Warnungen und Ablehnungsgründe beider Parteien sind berechtigt und einer der wichtigsten Gründe dafür, warum auch heute noch so viele veraltete Lösungen in Unternehmen verwendet werden. Es braucht schon einen extrem wagemutigen CIO, um bestehende Lösungen durch neue Anwendungen zu ersetzen.

Doch es geht auch anders

Stellen Sie sich einmal vor, Ihre bestehenden Systeme wären einzelne Inseln. Die Umstellung auf ein neues System ist dabei wie der Umzug von einer Insel zur nächsten: Sie müssen Ihre sieben Sachen packen, die Fähre nehmen und sich voll und ganz auf das Abenteuer einlassen. Jeder, der im echten Leben schon einmal umgezogen ist, weiß genau, wie stressig so ein Umzug “ohne Rückkehrmöglichkeit” sein kann.

Was wäre jedoch, wenn wir gar nicht umziehen müssten, sondern stattdessen die alte Insel durch eine Brücke mit der neuen verbinden könnten - mit einer Brücke, die bei Bedarf auch genutzt werden könnte, um Dinge von einer Insel zur anderen zu transportieren?

Genau das tun moderne, innovative Organisationen heute mit ihren Informationsmanagementsystemen. Anstatt durch Migrationen vollständig von alten auf neue Lösungen umzustellen (oder die alte Insel zu verlassen), vernetzten sie neue, moderne Systeme mittels technologischer Brücken mit den alten Anwendungen, um das Beste aus beiden Systemen (oder Inseln) herauszuholen.

Was bringt mir so eine Brücke?

Stellen Sie sich einmal vor, welche zahlreichen Vorteile eine solche Brücke hätte. Mit ihrer Hilfe können Anwender auf alle Daten und Inhalte (also Informationen) in den veralteten Systemen zugreifen, das aber über das neue System und potenziell sogar über die Cloud, ein Mobilgerät oder eine schicke, moderne Oberfläche. Werden Informationssysteme und Inhalts-Repositorys auf diese Weise miteinander verknüpft, erfreuen sich Benutzer an dieser einen, zentralen Quelle, anstatt sich manuell selbst durch mehrere Systeme arbeiten zu müssen.

Außerdem können Unternehmen neue Anwendungen erstellen, die nicht nur auf den in diesem System gespeicherten Informationen basieren, sondern auch denen anderer veralteter Systeme, die mit der Plattform verknüpft wurden.

Und eine der besten Eigenschaften von Brücken ist, dass man sie in beide Richtungen nutzen kann: Änderungen an Daten oder Inhalten im veralteten System sind auch im neuen System sichtbar, aber auch Änderungen im neuen System können in das alte übertragen werden, sodass auch diejenigen Benutzer, die weiter das alte System verwenden, entsprechenden Nutzen daraus ziehen können.

Hinweis: Unser Infoblatt mit Vier Gründen für die Modernisierung des Informationsmanagements enthält viele weitere Vorteile, die eine “Modernisierungsbrücke” bereitstellt.

Das sich ändernde Informationsmanagement

Welche Brücke sollte ich bauen?

Die meisten Organisationen arbeiten nicht nur mit einem veralteten System (oder einer Insel), sondern mit vielen. Eine wichtige Frage lautet also: Welche Brücke sollte ich zuerst bauen? Diese Frage können nur Sie selbst beantworten, doch folgende Fragen unterstützen Sie dabei:

  1. Welches veraltete System wird am meisten genutzt?
  2. Welches veraltete System enthält Informationen, die für mehr Benutzer nützlich sein könnten, als es aktuell der Fall ist?
  3. Welches veraltete System ist in der Verwaltung und Wartung am teuersten?
  4. Bei welchem veralteten System wäre der Zugriff auf Mobilanwendungen, Clouds und andere neue Technologien am vorteilhaftesten?

Mithilfe der Antworten auf diese Fragen können Sie einfacher entscheiden, welche Brücke Sie zuerst schlagen möchten. Ist diese Brücke dann fertiggestellt, können Sie mit der nächsten fortfahren und so weiter, bis Sie über ein vollständig vernetztes System verfügen - Ihr eigenes Ökosystem mit Unternehmensdaten und geschäftlichem Mehrwert.

Wie baue ich diese Brücke?

Bisher haben wir ein Thema vernachlässigt: Wie eine solche Brücke eigentlich aussieht und woraus sie besteht. Bis vor Kurzem war die einzige Möglichkeit des Brückenbaus zwischen Systemen die manuelle Erstellung mit selbst verfasstem Code und der Verbindung mit Systemen über Anwendungsprogrammschnittstellen (APIs), falls vorhanden. Das war zwar möglich, aber schwierig, zeitaufwändig und somit kostspielig.

Die Einführung von Content-Services-Plattformen (CSP) hat diese Verfahren jedoch deutlich vereinfacht. Einer der wichtigsten Aspekte einer CSP ist, dass sie dafür konzipiert wurde, Daten und Inhalte aus mehreren Systemen miteinander zu vernetzen - und genau das möchten wir ja in unserem Unternehmen tun. Hierzu erstellt sie einen konsistenten Satz Konnektoren, die die Plattform mit verschiedenen veralteten Systemen verknüpfen und alle notwendigen Funktionen bereitstellen, die für die Verwaltung und Vernetzung von Informationen in altem und neuem System benötigt werden. Somit ist kein selbst verfasster Code mehr erforderlich, der von System zu System anders aussähe, sodass Sie ganz einfach erst eines, dann ein zweites, ein drittes und viele weitere Systeme verbinden können.

Mit der Integration eines jeden weiteren veralteten Systems kann über die CSP auf mehr und mehr Informationen zugegriffen werden, sodass sie sozusagen zur zentralen Anlaufstelle avanciert. So senkt sich die Zeit, die für die Suche nach Informationen im Unternehmen benötigt wird, radikal und zudem steht Ihnen und Ihren Mitarbeitern nun eine konsistente Informationsgrundlage zur Verfügung, auf der neue Anwendungen aufgebaut werden können, die Daten und Inhalte aus dem ganzen Unternehmen nutzen.

Lassen Sie uns Brücken bauen

Der Schriftsteller Rick Warren schrieb einmal: “Wir alle sind Produkte unserer Vergangenheit, müssen jedoch nicht ihre Gefangenen sein.” Schon zu lange sind Organisationen Gefangene veralteter Softwaresysteme, die vor Jahren entwickelt wurden, nicht länger die Bedürfnisse des Unternehmens erfüllen und Innovation und effektiver Geschäftspraxis einen Riegel vorschieben.

Mithilfe moderner Technologien entstehen dem Geschäftsbetrieb wesentliche Vorteile, sodass sich die Agilität des Unternehmens verbessert, Kunden besser eingebunden werden und somit letztendlich Umsatz und Gewinn steigen. Das ist jedoch nur mit Tools und Prozessen möglich, die auch aktuell schon angewandt werden - diese dürfen nicht einfach ignoriert oder einfach durch neue Systeme ersetzt werden.

Ein intelligenter Kompromiss ist gefragt - ein Kompromiss, der es modernen und veralteten Systemen ermöglicht, parallel zu existieren und somit ohne beeinträchtigende und risikoreiche Migrationen bestmöglichen Nutzen bereitzustellen. Dank der Entwicklung von Content-Services-Plattformen sind Unternehmen nun dazu in der Lage, Hilfsmittel zu nutzen, die genau diesen Kompromiss ermöglichen und Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen.

Wir leben in spannenden Zeiten für alle Unternehmen: Durch das Streben nach der Modernisierung veralteter Informationssysteme ist es Organisationen endlich möglich, ihre Zukunft durch die innovative und kostengünstige Kontrolle ihres Erbes aus der Vergangenheit zu gestalten.