Uri KoganTreffen Sie Uri Kogan, Vice President des Bereichs Product Marketing bei Nuxeo, der sich mit unserer Strategie, Positionierung und Botschaft für den Markt für digitales Asset-Management (DAM) beschäftigt.

Hier ist seine Geschichte.

F: Erzählen Sie uns ein bisschen über Ihre Erfahrungen und darüber, wie Sie zu Nuxeo gekommen sind. Was unterscheidet Nuxeo von anderen Firmen, bei denen Sie in der Vergangenheit gearbeitet haben?

Ich schätze mich sehr glücklich, bei Nuxeo arbeiten zu dürfen, und fühle mich hier sehr wohl. Zwar bin ich jetzt seit fast einem Jahr hier, muss mich aber immer noch regelmäßig kneifen, um sicherzugehen, dass es kein Traum ist.

Ich bin mitten in Iowa aufgewachsen, woher überraschend viele DAM-Spezialisten stammen.

Nachdem ich im Mittleren Westen ein College besucht hatte, zog ich nach Washington, D.C. und war eine Weile in der Wirtschaftsberatung tätig. Mir fehlten jedoch die kalten Winter in Chicago und ich kehrte in die "Windy City" zurück, um dort einen Master zu machen. Nach eineinhalb kalten Jahren dort erfüllte ich mir einen Kindheitstraum und zog an die Westküste, wo ich eine Stelle bei HP im Silicon Valley annahm.

Bei HP war ich in unterschiedlichsten Führungspositionen tätig - zuletzt verliebte ich mich in den Bereich Martech und konzentrierte mich auf A/B-Tests und Web-Content-Management. Als unsere Sparte von einem anderen Unternehmen aufgekauft wurde, zog es mich zu Nuxeo.

Was mir an Nuxeo besonders gut gefällt ist, dass die Mitarbeiter echtes Interesse daran haben, ausgezeichnete Technologien auf den Markt zu bringen.

Bei Nuxeo arbeiten Teams voller Visionäre, die eine ganze Weile an einer erstklassigen Plattform gearbeitet haben, die die heutigen inhaltstechnischen Anforderungen von Unternehmen umfassend erfüllt - und während dieser Entwicklungsarbeit blieben sie von der Öffentlichkeit nahezu unentdeckt. Selbst nach einem Jahr entdecke ich täglich noch immer neue Funktionen der Plattform.

Durch die unvergleichliche technische Robustheit und ihre Bedeutung wurden durch unsere Plattform zahlreiche altgediente Spezialisten aus der Branche angezogen, die das DAM-Angebot mit ihrer Erfahrung revolutionieren möchten. Die meisten Unternehmen, bei denen ich gearbeitet habe, waren entweder Technik- oder Marketingspezialisten, doch niemals beides. Wenn man jedoch beide Bereiche kombiniert, wird Unglaubliches möglich.

Ich sollte aber keinesfalls vergessen zu erwähnen, dass wir bei der Arbeit auch sehr viel Spaß haben. Wir arbeiten nicht nur hart, sondern wissen auch, wie es sich feiern lässt - von unserem Feinschmecker-CEO bis hin zu unserem Ingenieursteam, das sich gerne in der einen oder anderen Bar trifft. Einer der Nachteile an einer Rolle mit direktem Kundenkontakt im Bereich Enterprise-Software ist, dass man viel reisen muss. Wenn Sie jedoch einmal einen Blick darauf werfen, wo sich unsere Niederlassungen befinden, werden Sie feststellen, dass es Schlimmeres gibt.

F: Was sind Ihre Aufgaben und Schwerpunkte als VP der Abteilung Product Marketing bei Nuxeo?

Wir haben das Glück, in unserer Marketingabteilung aus dem Vollen schöpfen zu können, sodass ich mich auf unsere Strategie, Positionierung und Botschaft für den Markt für digitales Asset-Management (DAM) konzentrieren kann. Das bedeutet, dass ich mich den ganzen Tag mit unseren Kunden und Partnern über die Herausforderungen des DAM unterhalte, und herausfinden kann, wie wir ihnen helfen können, diese zu meistern. Gemeinsam mit meinen tollen Kollegen im Produktteam mache ich mir Gedanken über die nächsten Innovationen, die wir auf den Markt bringen möchten, und ich entwickle so viele Ideen wie möglich dafür, wie wir unsere Produkte auf dem Markt präsentieren können (wie zum Beispiel mit diesem Blogbeitrag).

F: In welche Richtung entwickelt sich Ihrer Meinung nach der DAM-Markt? Wie hat sich diese Entwicklung im Lauf der Jahre verändert und was bedeutet das für Nuxeo?

Der DAM-Markt - wie auch der Content-Services-Markt im Allgemeinen - befindet sich derzeit in seiner größten Wandlungsphase in seinem 30-jährigen Bestehen. Ehrlich gesagt hatte man bis vor kurzem den Eindruck, dass sich nicht mehr viele Änderungen ergeben würden: Zahlreiche Kunden, Dienstanbieter und Pioniere der Branche dachten, dass die größten Innovationen bereits getätigt seien und beklagten, dass Anbieter mit etwas mehr Biss noch so viel mehr hätten erreichen können.

Die guten Nachrichten für uns sind, dass sich uns eine riesige Gelegenheit bietet, den Markt mit neuen Innovationen zu versorgen. Während sich auf dem DAM-Markt nicht viel tat, wurde die Cloud geboren. Und Künstliche Intelligenz wagte sich hinaus aus der Forschung und ist nun Teil von fast allem. Und auch Open-Source ist heute ein wichtiger Faktor. Gleichzeitig veränderten sich auch die Anforderungen der DAM-Kunden dramatisch, zu versorgende Kanäle nahmen rasch zu, durch einen Schwerpunkt auf End-to-End-Kundenerfahrungen sind die Silos der Vergangenheit heute ein Hindernis für Erfolg und die Marketingtechnologien, die Unternehmen zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse angesammelt haben, werden immer komplexer. In dieser Kluft, die also zwischen den drastischen Änderungen der technischen Kundenanforderungen (die an alt eingesessenen Anbietern vorbeigingen) und dem sich ändernden Markt herrscht, besteht für uns die einmalige Möglichkeit, unsere Kunden durch Innovationen zu unterstützen.

F: Können Sie uns mehr über häufige DAM-Probleme berichten, mit denen Unternehmen zu kämpfen haben, und wie Nuxeo diese lösen kann?

Ja. Hier ein paar Beispiele für Probleme, mit denen einige unserer Kunden in letzter Zeit zu kämpfen hatten:

  1. Die Verwaltung komplexer Arbeitsabläufe ist schwierig: Ein Hersteller von Luxusprodukten gibt Unmengen für Marketingfotos aus, die von externen Anbietern angefertigt werden. Dieser Vorgang soll in Zukunft intern abgewickelt werden, weshalb das Unternehmen eine Anwendung benötigt, mit deren Hilfe Inhalte und damit verknüpfte Arbeitsabläufe verwaltet werden können. Die meisten anderen DAM-Produkte auf dem Markt verfügen nicht über eine integrierte, native Arbeitsablauffunktion, die für eine effiziente Verwaltung unerlässlich ist.

  2. Unternehmen haben Probleme mit der geringen Produktivität veralteter DAM-Systeme. Manchmal müssen bereits ausgelastete Kreativ-, Marketing- oder IT-Teams nachts oder an Wochenenden Überstunden leisten, um Routineaufgaben zu erledigen, und das Unternehmen selbst wird sich der direkten Kosten so gar nicht bewusst. Bei dem Unternehmen, mit dem ich mich kürzlich unterhalten habe, ist jedoch das Gegenteil der Fall. Die vom Unternehmen beauftragten Agenturen berechnen ihm jährlich über eine Million Dollar, da die Arbeit mit dem veralteten DAM-System des Unternehmens sehr viel Zeit verschlingt. Eine schmerzhaft hohe Summe.

  3. Die Erstellung von Inhalten wird zu stark zentralisiert: Zahlreiche Unternehmen - besonders solche mit entlegenen Niederlassungen - haben in der Vergangenheit festgestellt, dass ein zu strenge Kontrolle Entwicklungen verlangsamt und dazu führt, dass lokale Teams formelle Prozesse umgehen, um ihre Ziele zu erreichen, worunter das Unternehmen letztendlich leidet. Diese Unternehmen nutzen zunehmend vorlagenbasierte Designtools, mit denen zahlreiche Personen Inhalte erstellen und beitragen können, wobei anhand bestimmter Designeinschränkungen gewährleistet wird, dass die Botschaften stets die Philosophie der Marke widerspiegeln.

  4. Inhalte in Silos führen zu zusätzlichen Kosten, höherem Zeitverbrauch und mehr Risiko: Vor dem Hintergrund der unglaublichen Komplexität und Dynamik der modernen Marketingtechnologielandschaft ist es wenig verwunderlich, dass sich unsere Inhalte an allen möglichen Orten wiederfinden. Filippo Catalano von Nestlé sagte im Juni auf der Henry-Stewart-DAM-Konferenz in London, dass sich Assets in zahlreichen "Inhaltsseen, Pfützen und
 Sackgassen" finden - eine sehr treffende Beschreibung, wie ich finde. Die Folge dieses Durcheinanders ist, dass sich Inhalte nur schwer verwalten und verwenden lassen. Für viele Unternehmen ist es deshalb wichtig, Inhalte über APIs zu pushen, anstatt sie unzählige Male zu kopieren.

F: Arbeiten Sie gerade an etwas Interessantem?

Immer! Hier drei Beispiele:

  1. Ich arbeite gerade an einer Reihe Blogbeiträge über veraltete Annahmen über den DAM-Markt, die Kunden noch einmal überdenken sollten. Sie klammern sich an diese veralteten Vorstellungen, weil traditionelle Anbieter, die keine Antworten auf die sich ändernden Bedürfnisse hatten, ihre Kunden nicht aufklären. Diese Beitragsreihe begann ursprünglich als Webinar, das wir gemeinsam mit Henry Stewart produzierten, doch über den Blog kann ich einige Punkte noch etwas genauer erläutern. Den neuesten Beitrag der Serie finden Sie hier.

  2. In unseren Nuxeo-Labors entwickeln wir gerade tolle neue Produkte. Dazu braucht es etwas Genie (glücklicherweise arbeiten in unserem Team sehr viele schlaue Mitarbeiter), eine Prise magischen Feenstaub und unzählige Anwenderbefragungen und Validierungen. Doch für 2018 sind schon zahlreiche spannende Dinge geplant.

  3. Die Konferenz "Henry Stewart DAM" in LA steht vor der Tür und wir freuen uns sehr darauf, uns mit Kunden und Spezialisten aus dem DAM-Markt zu unterhalten und mehr darüber zu erfahren, welche Sorgen sie plagen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Mitglieder der DAM-Community in New York, London und Chicago zu treffen und ich freue mich über die Gelegenheit, dieses Jahr so nahe meiner Heimat abschließen zu können. (Sie können sich auch nach wie vor registrieren und unseren Aktionscode "URI100" nutzen.)

F: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Uri's KidsMeine Frau und ich haben zwei Söhne, vier und zwei Jahre alt. An Wochenenden werden Sie mich also wahrscheinlich dabei beobachten können, wie ich ihnen auf dem Fahrrad auf dem Weg zum Spielplatz hinterherlaufe oder sie versuche zu überzeugen, auf einer unserer Wanderungen durch das wunderschöne Umland San Franciscos noch ein kleines Stückchen weiter zu laufen. Mein bisher schönster Urlaub war eine zweiwöchige Rucksacktour entlang der Haute Route in der Schweiz, nachdem ich die Uni abgeschlossen hatte. Mit einigen Ausnahmen haben wir unsere Urlaube aber bisher etwas näher der Heimat verbracht, da unsere Kinder noch sehr klein sind. Bevor wir die Kinder bekommen haben, sind wir auch oft ins Museum oder auf Konzerte gegangen - heute versuche ich manchmal auf Geschäftsreisen das eine oder andere Konzert einzuplanen, wie beispielsweise in der Cadogan Hall in London. Es macht mir auch viel Spaß, sportliche Aktivitäten mit Sehenswürdigkeiten zu kombinieren und ich versuche mir bei jedem Stadtbesuch etwas Zeit zum Laufen zu nehmen.