CollectionSpace ist eine Open Source-Anwendung für die Verwaltung von Sammlungen, welche die Anforderungen von Museen, historischen Gesellschaften und sonstigen Organisationen mit Sammlungen erfüllt. Das Projekt wird vom Museum of the Moving Image und der Abteilung Information Services and Technology (IST), Research and Content Technologies Department an der University of California, Berkeley, geleitet. Diese Gründungspartner in der Initiative wählten die Nuxeo Platform als zugrunde liegende Lösung des CollectionSpace-Frameworks.

Die Ausgangssituation

Im Jahr 2007 wurde in der durch das Institute for Museum and Library Services and Heritage Preservation durchgeführten Studie "Heritage Health Index" berichtet, dass nahezu ein Drittel der historischen Gesellschaften, ein Viertel der Museen und 20 Prozent der archäologischen Aufbewahrungsorte keine Katalogdatensätze führen. Des Weiteren hat die Hälfte der Institutionen mit Sammlungen in den USA keine online verfügbaren Sammlungen.
Das im Dezember 2007 durch The Andrew W. Mellon Foundation gegründete Projekt CollectionSpace ist eine internationale und interdisziplinäre Kollaboration. Zusätzlich zur IST-Gruppe in Berkeley befinden sich auch am Centre for Applied Research in Educational Technologies an der University of Cambridge und dem Fluid-Projekt der OCAD University Entwickler.
An drei Museen in Berkeley gibt es Implementierungspartner: Phoebe A. Hearst Museum of Anthropology, University and Jepson Herbaria und History of Art Visual Resources Collection, sowie das Museum of the Moving Image, Statens Museum for Kunst (Nationale Kunstgalerie, Dänemark), Walker Art Center und Miami-Dade County, Department of Cultural Affairs, Art in Public Places, Digital Collection Initiative.
Das Hauptziel des CollectionSpace-Projekts liegt darin, eine webbasierte, hochkonfigurierbare Anwendung für die Verwaltung von Sammlungen anzubieten, die Fachkräften in Museen den Zugriff auf eine qualitativ hochwertige Software zu einem moderaten Preis erlaubt, der für ihre Zwecke geeignet ist. Das Projekt richtet momentan eine unterstützende Stiftung ein, um der Community langfristig Support zu gewähren.
"Auf dem Universitätsgelände wollen wir es bspw. Kuratoren, Wissenschaftlern, Mitgliedern des Lehrkörpers und Studierenden ermöglichen, sich auf ihre Hauptaufgaben - Forschung, Lehre, Veröffentlichungen und Pflege von Kontakten - zu konzentrieren und weniger Zeit damit zu verbringen, gegen ein System anzukämpfen, das nicht für ihre Zwecke geeignet ist", bemerkt Patrick Schmitz, CollectionSpace Lead Architect, University of California, Berkeley.

Die Lösung

Die CollectionSpace-Software besteht aus einer Suite von Modulen und Services, die als flexibler Informationskern der Sammlungen dient. Aus diesem Kern können Anschauungsmaterial und Erfahrungen - von gedruckten Katalogen bis hin zu mobilen Galerieführern - auf effiziente Weise entwickelt werden. Dieses umfangreiche Verwaltungssystem für Sammlungen ist für Museen in bestimmten Bereichen gedacht - von Kunstgeschichte bis Zoologie -, das an ihre Anforderungen angepasst und lokalisiert werden kann.

Software

Als Framework mit einer Reihe darauf aufbauender Anwendungen bietet CollectionSpace allgemeine Funktionen, die sich an Sammlungen orientieren, für die bereichsspezifische Anwendungen erstellt werden. Jeder Bereich hat unterschiedliche Anforderungen an Metadaten, den Workflow und die Benutzeroberfläche.
Nuxeo Platform war für dieses Paradigma als Open Source- und hochgradig erweiterbare Content Management-Plattform gut geeignet. Mit hochgradiger Flexibilität für die Repository- und Bereichskonfiguration macht die Nuxeo Platform es leicht, Mandanten zu definieren. Dies war ein wesentlicher Teil des Managed Hosting von CollectionSpace.
"Manche teuren kommerziellen Lösungen verfügen nicht über die Dinge, auf die wir in Nuxeo vertrauen, insbesondere umfangreiche Metadatenmodelle. Wenn Sie Content einfach nur mithilfe von Dublin Core speichern möchten, ist dazu jede Anwendung geeignet. Für etwas umfassenderes sind komplexe Schemen unverzichtbar", sagt Patrick Schmitz.

Ergebnisse

CollectionSpace wird momentan von sechs Erstanwendern aus verschiedenen Bereichen verwendet: Anthropologie, Herbarien, visuelle Ressourcen, bildende und zeitgenössische Kunst, Performancekunst und materielle Kultur.
Die Erstanwender werden aufgefordert, bereichsspezifische Modelle zu entwickeln und diese dann wieder in CollectionSpace für die Verwendung durch andere Personen bereitzustellen. Die University and Jepson Herbaria an der University of California, Berkeley, denken darüber nach, wie Modelle ihrer Präparatsammlungen erstellt werden können; Herbarien benötigen eine umfassende Beschreibung der taxonomischen Bezeichnung, die in der Welt der Pflanzen sehr komplex ist. Nachdem Modelle definiert wurden, können die Herbarien diese dann mit anderen Herbarien teilen, die künftig mit CollectionSpace arbeiten werden.
Die Herbarien haben auch in Portalen im Verbund gearbeitet, um Herbarien in Kalifornien und im ganzen Land zu finden. Sie planen, CollectionSpace als Basis für das Hosting von Forschungszusammenarbeit zu verwenden.

Weitere bevorstehende Innovationen

Es sind schon Anfragen für Digital Asset Management und andere ECM-Lösungen vorhanden, sodass Nuxeo DAM ggf. mit CollectionSpace in der Zukunft integriert wird. Vor Jahresablauf werden Tools für die Unterstützung des Hostings von Mandanten-SaaS-Umgebungen, einschließlich der Sicherung und der Wiederherstellung einzelner Mandanten, dem Klonen von Mandanten usw., überarbeitet. Ziel ist die einfache und günstige Mandantenverwaltung in CollectionSpace, um die künftige Verwaltung von rapidem Wachstum zu ermöglichen.

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